Staatliche Förderschule Sprache
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Projektwoche 2022

Im Schuljahr 2021/22 führten wir vom 11.07.-15.07.2022 eine Projektwoche zum Thema „Bildung zur nachhaltigen Entwicklung“ durch. Die klassenübergreifenden Projekte präsentierten die Schüler*innen zum Abschluss der gesamten Schulgemeinschaft. Viele Projekte werden weiter geführt, z.B. regelmäßige Spiel- und Lernangebote im schulnahen Wald, die Pflege der bienenfreundlichen Blumenbeete, das Sammeln von Schulobstabfällen für den Komposter, die Verwendung des Komposts im Schulgarten, die Pflege der Teeschnecke, das Sammeln und Kochen von Tee, das Haltbarmachen von Lebensmitteln.

 

  • Die Klassenstufe 1 behandelte das Thema „Wald“ zur Förderung eines umweltbewussten Verhaltens.
    Die Schüler*innen entwickelten mit Hilfe der Methode Brainstorming Fragen zur Thematik. Im schulnahen Wald durften sie im Laufe der nächsten Tage vier Angebote zur „Draußenwirkung“ durchlaufen: So gab es besondere Bewegungsangebote im Wald, Wahrnehmung des Waldes mit verschiedenen Sinnen, die Entdeckung des Lebensraumes „Baum“ mit den unterschiedlichsten Tieren in den verschiedenen Teilen des Baumes, sowie die Möglichkeit, ein Mandala aus Naturmaterialien zu gestalten. An einem Tag besuchte der Förster die Gruppe und erzählte den Kindern von den Tieren des Waldes (Wildschwein, Reh, Fuchs, Eichhörnchen, Fledermaus und Vögel) und welche Spuren auf sie hindeuten. Als Rahmenprogramm der Waldtage dienten das Waldlauschen, Waldyoga sowie Waldlieder.
  • Die Klassenstufe 1 /2 hatte das Thema „Floßbau -Basteln mit Naturmaterialien". Die Schüler*innen sammelten im Wald geeignete Stöcke und bauten daraus kleine Flöße mit Flagge. Am zweiten Tag wanderten sie nach Sulzbach, wo sie ihre Flöße auf dem Sulzbach selbst fahren ließen. Am dritten Tag bauten sie zusammen ein großes Floß, auf dem sie selbst auf dem Niederwürzbacher Weiher fahren durften.
  • Die Klassenstufe 2 hat sich mit dem Thema „Bienen“ und der Bedeutung der Bestäubungsleistung sowie die Notwendigkeit der bienenfreundlichen Pflanzen in unserer Umwelt beschäftigt.
    Die Schüler*innen erfuhren beim Besuch eines Imkers sehr viel über die Honigbienen und durften den leckeren Honig auch probieren. Außerdem konnten viele der Schüler*innen ihre Ängste vor Bienen ablegen und waren sehr beeindruckt vom fleißigen Bienenvolk. An den Folgetagen lernten die Schüler*innen den Körperbau, die Entwicklungsstadien, das Leben im Bienenstock und die wichtige Bedeutung der Bienen für uns Menschen und die Natur. Sie zeigten sich sehr erstaunt darüber, wie wichtig Bienen sind und gleichzeitig sehr traurig über das Bienensterben. Deshalb wollten sie den Bienen helfen und bepflanzten zum Abschluss zwei Beete des Schulgartens mit bienenfreundlichen Stauden.
  • Die Klassenstufe 3 hat sich mit dem Thema „Kompost“ beschäftigt.
    Zu Beginn wurde das Vorwissen der Kinder überprüft. Im Anschluss wurde ein kleiner Komposter sowie ein Regenwurmbeobachtungsset als Anschauungsobjekt in jeder Klasse präsentiert. Hierbei konnten die Schüler*innen die Arbeit der Regenwürmer beobachten und dokumentieren. Am zweiten Tag bauten die Kinder aus alten Paletten einen Komposter für den Schulgarten. Im Anschluss wurde der Komposter mit Stöcken und Blättern aus dem nahe gelegen Wald gefüllt. Die Regenwürmer aus dem Regenwurmbeobachtungsset des ersten Tages durften in den Schulkomposter umziehen. Aufgelockert wurden die Projekttage mit Yogaübungen, einem Regenwurmlied und dem Basteln eines Wurmes aus Perlen. Am Präsentationstag erzählten und demonstrierten die Kinder den Mitschüler*innen die Bedeutung und Funktion eines Komposters. Jede Klasse erhielt Kompostbeutel aus Papier, um darin zukünftig die Bioabfälle des Schulobstes zu sammeln und den Komposter damit zu „füttern“.
  • Die Klassenstufe 4 hat sich mit dem Thema „Tee“ beschäftigt.
    Am ersten Tag wurden „wildwachsende“ Teepflanzen (Brombeeren, Brennesseln) im Schulgarten vorsichtig mit Handschuhen beerntet. Dazu kamen noch Erträge von kultivierten Pflanzen wie Himbeeren und Zitronenmelisse. Die Schüler*innen übernahmen weiter das Abzupfen und Trocknen der Blätter. Dazu wurde bereits Tee aus frischen Melisseblättern gereicht. Am nächsten Tag wurde eine überwucherte Kräuterschnecke durch Unkrautjäten, Schnittmaßnahmen und Austausch von selten genutzten Küchenkräutern durch Teekräuter zu einer gepflegten Teeschnecke umfunktioniert. Den getrockneten Tee füllten die Kinder in gesammelte Schraubgläser und etikettierten sie mit selbstbeschrifteten Etiketten. Am Präsentationstag berichteten die Kinder Mitschülern aus anderen Klassen von ihrem Projekt. Es gab eine Teeverkostung für alle Schüler*innen der Schule, für jedes Kind der Klasse 4 Schraubgläser mit Tee zum Mitnehmen sowie für jede Klasse der Schule selbstgetrockneten Tee. Der tägliche Konsum von Tee aus dem Schulgarten ist für die Kinder der Klasse 4 seit Beginn des zweiten Schulhalbjahres fester Bestandteil jeden Schultages.
  • Die Klassenstufe 5/6 hat sich mit der Frage: „Wo kommt unser Obst her?“ beschäftigt. Am ersten Tag erarbeiteten die Schüler*innen in Form von Recherchen, Spielen und Collagen die Herkunft unseres Obstes, unterschieden zwischen heimischer und importierter Ware und besprachen den Saisonkalender. Am nächsten Tag besuchten sie ein nahegelegenes Selbstpflückerfeld für Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren, um Früchte zu ernten und vor Ort über nachhaltigen Anbau und schonenden Umgang mit der Natur zu sprechen. Aus den selbstgeernteten Beeren stellten die Schüler*innen in der Schulküche Marmelade her, die sie in gesammelte Schraubgläser füllten. Am Präsentationstag gab es eine Probierstation mit der Marmelade und dem dazugehörigen Rezept.
  • Die Klassenstufe 7-9 hat sich mit dem Thema „Nachhaltiger Konsum“ beschäftigt. Zu Beginn der Projekttage wurde der Wald als Ort der Entspannung und Erholung kennen gelernt. Dazu konnten die Schüler*innen in Kleingruppen in Form von Geschicklichkeitsspielen, Rätselspielen, Konzentrationsspielen und Kooperationsspielen ausprobieren, wie man konsumfrei und mit ganz geringen finanziellen und materiellen Mitteln im Wald Entspannung und Erholung finden kann. Am nächsten Tag fuhren die Jugendlichen mit dem ÖPNV zum Second-Hand-Shop der Diakonie Saar. Nach einer Führung überlegten sie gemeinsam, inwiefern Second-Hand-Einkauf zum Umweltschutz beiträgt und wie man mit geringem Einkommen erfolgreich wirtschaften kann. Am dritten Tag fuhren die Jugendlichen erneut mit dem ÖPNV zu einem Unverpackt-Laden, wo nach einer Führung die Problematik des Plastikmülls besprochen wurde. Am Freitag fand eine multimediale Präsentation für die Mitschüler*innen statt.

B. Kockler

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